Unser Keller ist wie ein riesiges schwarzes Loch – er ist super klein, aber es passt unglaublich viel Krempel rein. Ja – teilweise hatte ich Angst irgendwann dort verschüttet zu werden – zumindest war es so vor dem Ausmisten. Von der Weihnachtsdekoration, dem ausrangierten Babyspielzeug, bis hin zu den Karnevalskostümen. Alles, zwar ordentlich beschriftet, aber bis an die Decke getürmt.  

Der Keller ist zwar ein Raum zum Lagern, aber es sollten möglichst die Dinge überwiegen die man mindestens einmal im Jahr benutzt. So war der Plan und ich muss sagen – es sieht jetzt ganz gut aus.

Hier kommen nun ein paar Tipps, die mir ganz gut helfen

  • Keller_2Vorbereitung ist alles. Müllsäcke und große Kisten besorgen. Am besten eine für „Entsorgen“, „verschenken/verkaufen“ und „behalten“
  • Wenn ihr vorher in der Wohnung ausmistet, behaltet euch (nur für das Keller-Projekt, danach bitte wegschmeißen) eine Kiste mit Verpackungsmaterial. Das sind bei mir alte Plastikdosen, Körbe, Vorratsgläser. Darin kann man vielleicht die ein oder andere Sache schöner und übersichtlicher im Keller aufbewahren. Oder auch im Kinderzimmer wie unser Murmel-Vorratsglas.
  • Keller_1Keller-Leichen vermeiden. Das A und O ist die gute Beschriftung. Nutzt aber wenn möglich transparente Boxen, damit man auch auf den ersten Blick sieht was drin ist.
  • Setzt euch vorher einen Maßstab. Bei mir ist das die große oder kleine transparente Box. Die Weihnachtsdeko muss in eine Box passen. Wenn es nicht geht, muss halt etwas gehen.
  • Räumt immer Gegenstände zum gleichen Thema/Nutzen gleichzeitig aus, wie alle z.B. Deko-Kisten. Damit man nicht später wieder 3 Deko-Kisten mit fast dem gleichen Inhalt hat.
  • Keller_3Zipper-Tüten in verschiedenen Größen kommen bei mir immer zum Einsatz. Ob die Schrauben für ein auseinander gebautes Möbelstück, oder Kleinteile vom Gesellschaftsspiel kann man hier übersichtlich, schnell zugänglich und gut verstauen.
  • Wenn ihr euch schwer von etwas trennen könnt, schreibt ein Verfallsdatum auf die Kiste. Zum Beispiel heute in einem Jahr. Wenn man es bis zu dem Datum nicht genutzt hat, wird man es auch nicht mehr nutzen.

Ein bisschen aus dem Nähkästchen-Geplauder 
Meine (ex)Keller-Leichen waren mehrere Deko-Kisten. Eine mit Bilderrahmen (irgendwann hänge ich sie auf) und Deko die ich immer noch schön finde, aber irgendwie in der Wohnung keinen Platz gefunden haben. Also aufgehoben bis wir umziehen, was nun der Fall ist …. und … werde ich damit Dekorieren – nein, denn sie passt immer noch nicht so richtig. Also in die „Verschenken-Kiste“

Wohin nun?! 

Müll natürlich schnell weg in die Tonne oder zum Wertstoffhof.

Meine Verkaufen/Verschenken „Kisten“ durchlaufen dagegen mehrere Steps

  • Verkaufen über eBay kleinanzeigen, shpock, momox, etc.
  • Eine Liste an Freunde und Familie ob etwas benötigt wird (natürlich nur schöne Dinge)
  • Was übrig bleibt wird gespendet. Möbel, oder größere Dinge gehen ans Wohltätigkeits-Kaufhaus. Diese kommen sogar zu einem nach Hause und transportieren das ab, was sie gebrauchen können.
  • Was dann noch übrig ist geht in die Verschenken Rubrik, z.B. bei Facebook, eBay Kleinanzeigen, oder Bücherschränke in der Stadt, etc.
  • Der letzte Stepp ist dann natürlich der Sperrmüll, oder leider die Tonne. Aber mit einem guten Gewissen, denn man hat das Beste versucht.

Mit dem Keller bin ich auch mit dem Platz-da Programm in unserer Wohnung durch und muss sagen – mit jedem Schrank den ich öffne, der luftig und übersichtlich aussieht freue ich mich und ich fühle mich sehr befreit.

Was ich nicht gedacht hätte, der Keller war das Schwerste. Ich konnte mich von den Gegenständen in der Wohnung viel besser trennen, als von denen, die schon lange im Keller rumlagen und eigentlich keinen nutzen hatten. Wahrscheinlich ist im Keller die Verlockung es weiter zu behalten einfach größer, weil es stört im Keller ja nicht. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber wie hieß es in einem Buch so schön „Wenn der Keller voll mit Gegenstände ist, die man „vielleicht irgendwann noch einmal brauchen kann“ sind dies Symbole für ungelöste Aufgaben, die man im Unterbewusstsein mit sich herumschleppt und diese können sogar Depressionen verursachen.“ Also lieber auf Nummer sicher gehen und weg damit.