Seit meinem ersten Job ordne ich alles fein säuberlich, dadurch habe ich inzwischen eine große Sammlung an Ordnern, die eine menge Platz verschwenden. Doch was muss man wirklich aufbewahren und was kann weg?! 

Es gibt Unterlagen die müssen immer im Ordner bleiben, beim Rest regeln Verjährungsfristen oder das Ablaufdatum wann man endlich Platz machen kann. 

Bei der Ablage hat jeder sein eigenes System. Wichtig ist aber eine verständliche Sortierung. Es muss sich im Ernstfall der Partner oder Familienmitglieder zurecht finden können.

Experten empfehlen, die Unterlagen nach Lebensbereichen und bei der Steuer nach Jahren zu sortieren. Dokumente bei denen man sich nicht sicher ist ob man diese behalten sollte, kann man zur Not auch einscannen und elektronisch verwalten.

Wie lange Aufbewahren: 

Veträge

Verträge mit Banken 
über die gesamte Vertragslaufzeit bzw. bis sie steuerlich nicht mehr relevant sind.

Versicherungen 
Am wichtigsten der Versicherungsschein, also die Police, der Antrag und die jeweils  aktuellste Version. 

Arbeitsverträge und Gehaltsunterlagen
bis der Rentenanspruch bestätigt ist

Wattestäbchen

Kaufbelege

Rechnungen und Zahlungsbelege
bis zum Ablauf der Garantie meist 2 Jahre bzw. bis zum Ende einer darüber hinausgehenden Garantie

Rechnungen von teuren Gegenständen
über die gesamte Nutzungsdauer für den Fall eines Diebstahls oder wenn man den Gegenstand irgendwann verkaufen möchte

Handwerkerrechnungen
analog zur Gewährleistungspflicht der Handwerker min. 5 Jahre

Rechnungen zum Neu- oder Umbau eines Eigenheims
5 Jahre nach Ablauf des Jahres, in dem die Rechnung gestellt wurde

Bank

Kontoauszüge
3 Jahre nach Ablauf eines Kalenderjahrs (Als Kaufnachweis)

Bankbelege zum Nachweis wiederkehrender Zahlungen wie Miete, Unterhalt
4 Jahre

Bankunterlagen wie Verträge über Sparguthaben, Kredite u. Ä.
die gesamte Laufzeit

Wohnen

Nebenkostenabrechnungen (als Mieter)
1 Jahr nach Erhalt

Mietverträge, Übergabeprotokolle
nach Beendigung des Mietverhältnisses 3 Jahre aufbewahrt

Finanzamt

Steuerbescheide
mindestens 4 Jahre – das Finanzamt kann noch bis zu 4 Jahre später den Steuerbescheid rückwirkend ändern, wenn zum Beispiel ein kleiner Fehler vorliegt.

Wichtige Dokumente

Persönliche Dokumente wie Geburts- oder Heiratsurkunde, Schul- und Arbeitszeugnisse, Sozialversicherungsschein, ärzt­liche Gutachten/Befunde etc.
unbegrenzt.